Funktion des Tropf-Blumat

Funktion

Tropf-Blumat

 
Der Tropf-Blumat ist ein Fühler, der über einen dünnen Schlauch der Pflanze das Wasser tropfenweise zuführt. Er öffnet immer dann, wenn die Erde beginnt trocken zu werden und schließt, wenn die Feuchtigkeit wieder ausreicht. Für diesen Vorgang benötigt das System einen Wasserdruck, der vom Netz oder über einen höheren Behälter kommt.
 
Jede Pflanze, jedes Gefäß oder eine Pflanzengruppe wird mit mindestens 1 Tropf-Blumat bestückt und auf den individuellen Bedarf der Pflanze eingestellt. Für größere Gefäße oder Flächen sind mehrere oder auch längere Fühler vorgesehen. Alle Tropf-Blumat werden an dem gemeinsamen Zufuhrschlauch angeschlossen, mit vielfältigen Möglichkeiten der Anordnung und jederzeit veränderbar.
 

Funktion

 
Der Tropf-Blumat besteht aus Keramiksensor und Gießkopf mit Membrane. Die Membrane wird durch Unterdruck bewegt, sie öffnet und schließt den Wasserdurchgang mit einem Quetschventil. Der Unterdruck, die sogenannte Saugspannung, entsteht bei trockener Erde. Der Tropf-Blumat arbeitet nach dem Tensiometerprinzip, dem gleichen Vorgang wie bei professionellen Tensiometern.
 

Der Vorgang

 
Die Saugkraft trockener Erde saugt etwas Wasser aus dem Keramiksensor. Im Tropf-Blumat entsteht die Saugspannung, wodurch die flexible Membrane nach unten gezogen und der Wasserdurchgang freigegeben wird, der Tropfschlauch beginnt zu tropfen. 
Bei ausreichend durchfeuchteter Erde saugt der Unterdruck im Sensor das Wasser wieder zurück, die Membrane geht in die Ausgangslage hoch und quetscht mit einem Stift den Tropfschlauch ab, der Wasserdurchgang ist verschlossen. 
Mit dem Drehknopf wird die Schließposition des Ventils eingestellt. Damit wird bestimmt, wann der Tropfschlauch geschlossen ist und bei welcher Saugspannung, bei welcher Trockenheit also, die Bewässerung beginnt.

 

 
 


Im Unterschied

 
Übliche Tropfsysteme geben das Wasser zeitgesteuert per Computer ab und berücksichtigen nicht die aktuelle Feuchtigkeit der Erde und den individuellen Wasserbedarf verschiedener Pflanzen. 
Anders bei Tropf-Blumat. Stromanschluß oder Computer werden nicht benötigt. Tropf-Blumat arbeitet ohne Energie und ausschließlich nach Bedarf. Jeder Sensor reagiert auf den Feuchtigkeitsgehalt seiner Umgebung und gibt immer jene Wassermenge ab, die gerade verbraucht wird. Jeder Tropf-Blumat ist Sensor und Tropfer zugleich. 
Durch die langsame, dosierte Wasserabgabe erhalten die Pflanzen immer abgestandenes, nicht zu kaltes Wasser. Außerdem kann sich das Wasser in der Erde viel besser verteilen. Der Sensor kann rechtzeitig abstellen und hilft somit Wasser sparen. 
Die Funktion des Tropf-Blumat ist einfach, sie folgt nur den physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Nichtkenner haben oft Mühe, die tatsächlichen Vorgänge nachzuvollziehen. Für zufällige Beobachter ist das von alleine beginnende Tropfen rätselhaft. Wer den Tropf-Blumat kennenlernen will, kann die Vorgänge simulieren: den einsatzbereiten und eingestellten Sensor (siehe Montieren Schritt für Schritt) mit einem trockenen Küchentuch fest umschließen, Tuch eventuell einmal wechseln - nach 1-2 Minuten beginnt er zu tropfen. Wird der Sensor dann in ein Glas mit Wasser getaucht, beendet er das Tropfen fast unmittelbar. Ein solches Kennenlernen hilft, die spätere Anwendung und Einstellung besser zu verstehen.